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Apfelernte im Alten Land

Apfelernte im Alten Land

Foto: Fred Lang, Giebel im AltenLand

Giebel im Alten Land, http://fred-lang.de

Das Alte Land

Vor den Toren Hamburgs auf der südlichen Elbseite im Alten Land hat die Apfelernte begonnen. Damit ist wieder eine der besonderen “Jahreszeiten” dieses geschichtsträchtigen Landstrichs eingeläutet, die mit Obsthofführungen, Apfeltagen und Apfelfesten ihre Höhepunkte erfährt. Neben den vielen Möglichkeiten, sich seine eigenen Apfelernte zu…

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Eibenbeeren

Obwohl die Eibe (Taxus baccata) zu unseren giftigsten Gartengewächsen zählt, gilt das seltsamerweise nicht für die jetzt reifende Eibenfrucht. Diese wunderschön leuchtende Beere schmeckt sogar sehr süß und aromatisch.

Allerdings darf man den Kern keinesfalls mit essen!

Schon ein paar davon dürften ausreichen, einen Menschen in die “ewigen Gärten” zu schicken.

Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz sogar einige Destillerien, die, natürlich mit der gebotenen Vorsicht, Eibenbeeren zu einem hervorragenden und sehr teuren Brand veredeln. Das Fruchtfleisch wird dazu vor der Verarbeitung vom Kern gelöst.

Damit wir uns aber nicht falsch verstehen:

Dies ist keine Aufforderung, Eibenfrüchte zu probieren!

Die Eibe ist hochgiftig Eibenbeeren

Das Echte Geißblatt

oder Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum) ist eine Liane, die sich mit starken Trieben um Bäume und Büsche schlingt und diese regelrecht einhüllen können. Das Geißblatt, dessen Blüte in der Dämmerung beginnt, seinen intensiven Duft zu verströmen und damit nachtaktive Insekten anzulocken ist eine gute Nahrungspflanze für Insekten/Nachtfalter mit langen Rüsseln.

Als Kinder haben wir die hübschen Blüten gerne gesucht, weil sie verhältnismäßig viel Nektar produziert, der sich am Boden der sehr langen Blütenröhren sammelt. Das Ende dieser Röhren wurde abgebissen und die Blüte ausgesaugt.

Die verlockend aussehenden roten Beeren sind giftig und wurden früher in der Volksmedizin genutzt.

Geißblatt – Dschungelpflanze Das Echte Geißblatt

Diese kleine Ackerhummel (Bombus pascuorum) lies es sich nochmal richtig gut gehen.

Hummel im Rausch Diese kleine Ackerhummel (Bombus pascuorum) lies es sich nochmal richtig gut gehen.

Gärten auf dem Lande – Gartenkunst gestern und heute

Gärten auf dem Lande, Albrecht Ziburski

Der Botaniker, Journalist und Fotograf Dr. Albrecht Ziburski versucht, sich mit diesem Band der Begrifflichkeit des Bauengartens zu nähern, der in irgendeiner Form jedem als ein Klischee vorschwebt, der sich aber nicht allgemeinverbindlich fassen lässt.

Denn es gibt ihn nicht, den Bauerngarten, der in uns eigentlich mehr eine romantische „gute alte Zeit“ Verklärung hervorruft, als eine klare Definition eines Gartentypus. Auch eine Trennung ländlicher und städtischer Gartenkultur ist nicht ohne weiteres möglich.

Dennoch sucht der Autor zwischen Alpen und England nach Belegen für unterschiedliche Entwicklungen von Gartenkonzepten.

Eine Reise durch die Regionen

Beginnend im Hochschwarzwald mit den Gärten der Selbstversorger, die in erster Linie auf den Ertrag und weniger auf eine mit dem dazugehörenden Haus harmonierende Gesamtwirkung ausgerichtet wurden. Auf diesen wesentlichen Aspekt beschränkt und optimal ausgerichtet.

Weiter im Schweizer Emmental mit einem traditionellen Barockgarten, die neben dem Ertrag durch ihre Strenge in der Anlage und Fülle in der Farbenpracht bestechen und eindeutigen Rückschluss auf Wohlstand zulassen.

Dann ein großer Sprung in den Norden entlang der Küste, wo die Gärten noch mehr der Repäsentation dienten und den für die Bauern zwar für die Versorgung überaus wichtigen Nutzgarten doch mehr in den Hintergrund drängten.

Über das südlichere Artland zu den Gärten der “herrschaftlichen Bauern” mit ihren eindrucksvollen Alleen und Taxusgärten nach Holland zu den “Slingertuinen”, den Schlenkergärten, was sich auf die Anlagestruktur, den Slingern, Schlenkern, Schlangen, Schlaufen bezieht, die mit Hilfe von Wasserzügen, Baumreihen und anderen Gestaltungselementen zu diesen Strukturen gelangen angelehnt an die englischen Landschaftsgärten.

Zeitgeschichte und Garten

Über diesen Bilderbogen der alten traditionellen Bauerngärten kommt er zu den Bauerngärten des 20. Jahrhunderts. Deen Entwicklung beleuchtet Ziburski in diesem Kapitel ebenso mit sorgfältig gewählten Beispielen. Interessant besonders der Zusammenhang von Bauerngarten und Nationalsozialimus.

Nach einem ausführlichen Exkurs zu einigen der großen historischen und modernen Gartengestalter dokumentiert der Auto den Niedergang der Gartenkultur mit seinen Auswirkungen auf den gängigen privaten Garten, nicht ohne mit einem wohlmeinend vorsichtigen Optimismus eine Wiederkehr der Verbindung von Kunst, Kultur und Garten für möglich zu halten.

Fazit

Dm Autor ist es gelungen, mit diesem Buch, seiner überbordenden Fülle anschaulich und einfühlsam fotografierter Beispiele, mit seinen nicht übertheoretisierenden Erläuterungen dem Leser die Chance zu geben, Gartengestaltung in einem kulturellen Zusammenhang zu begreifen, und Verständnis für Gartenanlagen zu entwickeln. Es zeigt die Zusammenhänge von regionaler und zeitgeschichtlicher Kultur und Kunst, von umgebender Landschaft, Natur und dem darin eingebetteten Garten.

Eine “Anleitung” zur Gestaltung eines Gartens findet nur der Leser, der sich mit dem Autor auf die Reise begibt, der sich in diese Zusammenhänge einfühlt und der bereit ist, sich mit seiner ganz eigenen Umgebung, seinem Kunstverständnis und seinen Möglichkeiten zu befassen und so einen eigenen Anschluss an die gezeigten Beispiele zu finden. Es geht nicht um die romantisierende Beschreibung des “typischen” Bauerngartens, auch wenn besonders die Fotos das dem Betrachter ermöglichen. Einen Gartenbaukasten sucht man hier vergebens.

Buchtipp – Gärten auf dem Lande Gärten auf dem Lande – Gartenkunst gestern und heute

Brutparasit

Bei uns noch recht häufig zu beobachten ist diese zu den Schmalbauchwespen gehörende Schwarzfüßige Hungerwespe oder auch Schwarzfüßige Gichtwespe (Gasteruption jaculator).

Sie zählt zu einer Reihe von sich parasitisch vermehrenden Faltenwespen. Gasteruption hat eine Körperlänge von ca. 15 Millimetern. Die lange, mit einem weißen Ende geschmückte Scheide, in der der Legestachel auch Legebohrer oder Legeröhre steckt, verhilft der Wespe zu einer Länge von ca. 4 Zentimetern, die vom eigentlichen Legestachel noch einmal überragt wird.

Brutpflege

Mit diesem Legewerkzeug werden die Nester anderer Wespen-, Schmetterlings- und Bienenarten, vorzugsweise von Solitärbienen angebohrt und mit jeweils einem Ei versehen. Die geschlüpfte Larve ernährt sich daraufhin vom Ei und der Larve des Wirtsinsektes, so wie den eingebrachten Vorräten.

Man kann die Gichtwespe häufig an Nisthilfen für Solitärbienen beobachten, an denen sie mit ihrem Legestachel versucht, in die Bruthöhle einzudringen. Die entwickelte Wespe (Imago) selbst ernährt sich von Nektar und Pollen.

Bienenparasit Gichtwespe Brutparasit

Federmotten

Die Geistchen gehören zu den Schmetterlingen, auch wenn man ihnen das nicht sofort ansieht. Außerdem fallen sie meist nicht besonders auf, da sie recht klein und sehr filigran gebaut sind, eben Geisterchen. Erst wenn man sie mit der Fotografie in den Blickpunkt rückt, kann man sehen, dass auch sie ihre Besonderheit und Schönheit haben und etwas vergrößert auch zeigen.

Geisterstunde Federmotten

Bauerngärten im Nordwesten

6 Teilnehmerinnen aus dem Projekt “Bauerngärten im Nordwesten” laden am 30. August erstmals auch am Abend- und zur Nacht in Ihre Gärten ein. Ziel ist es, seit nunmehr 15 Jahren, Gartenbesuchern die Gärten zu allen Jahreszeiten zu zeigen und damit auch ländliches Kulturgut, bewährtes Gartenwissen und die regionalen Besonderheiten näher zu bringen.

Sechs Gärten stehen dem Besucher an diesem Abend  in der Zeit von 19.00 Uhr  bis 23.00 Uhr offen. Die gestalterische Vielfalt reicht von Wohngärten mit einer großen Pflanzenvielfalt – oft auch mit traditionellem Hintergrund -, kleinen Landschaftsgärten bis hin zu klassischen Bauerngärten mit historischen Rosen, Stauden und Kräutern.

Alte Baumbestände, Teiche, Wasserzüge, Staudenbeete, gemütliche Sitzplätze sowie bunte Gemüsegärten und Obstwiesen tauchen ein in eine besondere Abendstimmung, sind beleuchtet und wirken  im Licht-und Schattenspiel des Abends, teilweise sicher auch mystisch.

In allen Gärten spiegelt sich die liebevolle persönliche Note der ländlichen Gärten und seiner Gartenbesitzerinnen mit Familien wider. Gäste sind herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl ist in allen Gärten ist gesorgt.

In den Gärten wird ein Eintrittsgeld von 2,00  Euro erhoben.

Abendstimmung in den Bauerngärten Bauerngärten im Nordwesten

Heimtückischer Pilzbefall der Buchsbaumhecken

Der hängende Garten von Neufra droht, sein einzigartiges Gesicht zu verlieren. Die seit 1983 mit viel Liebe nach alten Mustern neu angelegte Gartenanlage (wir berichteten) hat ihr einzigartiges Erscheinungsbild unter anderem den mühevoll betreuten Buchsbaumhecken als Ordnungs- und Gestaltungselementen zu verdanken.

Genau diese Buchsbaumhecken sind nun von einem Pilz befallen, der bereits landesweit viele solcher Hecken zerstört hat. Besonders die Initiatorin und gute Seele dieses Garten, Waltraud Johannsen steht den Schäden traurig gegenüber, denn es ist zu befürchten, das nur eine sehr radikale Lösung in Frage kommt, will man dieser Zerstörung begegnen.

Kein Gift!

Der seit 2012 um sich greifende Befall konnte  bisher mit Absammeln und Vernichten des Laubs nicht aufgehalten werden. Ob ein Einsatz chemischer Mittel greifen würde, ist fraglich und kommt für die Familie Johannsen auch nicht in Betracht, da sie immer größten Wert auf einen giftfreien Garten gelegt hat.

Das Frühjahr wird zeigen, ob die Rückschnitte ausreichen, oder ob ganz neu gepflanzt werden muss. 2000 Buchsbaumpflanzen wurden damals gepflanzt, um den garten nach altem Vorbild anzulegen.

Pilzbefall bedroht Hängenden Garten Heimtückischer Pilzbefall der Buchsbaumhecken

Das in unseren Gärten beliebte Sonnenauge (Franks Pflanzenlexikon) gehört mit einer Höhe von 1,20 bis 1,40 Metern schon zu den sehr hohen Stauden. Einfach blühende, halbgefüllte oder gefüllte Sorten der aus Nordamerika stammenden Art blühen den ganzen Sommer über ausdauernd von Juni bis September. Sie gehören zu einer recht großen Gattung von Heliopsis, die ursprünglich aus den nördlichen Ländern Südamerikas bis zu den südlichen Gegenden Nordamerikas stammen.

Heliopsis helianthoides – Sonnenauge Das in unseren Gärten beliebte Sonnenauge (Franks Pflanzenlexikon) gehört mit einer Höhe von 1,20 bis 1,40 Metern schon zu den sehr hohen Stauden.

Grüße aus dem Erdaltertum

Libellen sind ganz besondere Gäste im Garten. Es macht einfach Freude, ihnen bei ihren unglaublichen Flugmanövern zuzusehen. Zu fotografieren sind sie allerdings höchstens dann, wenn sie einmal eine Pause einlegen. Eine ganz besonders erfolgreiche “Libellenjägerin” ist Birgit Meyer mit ihren “Naturnah-Fotos“. Sie geht morgens bereits vor Sonnenaufgang auf Safari, um diese farbenprächtigen Tiere, die bereits vor mehr als 350 Millionen Jahren auf der Erde flogen, zu erwischen. Allerdings bin ich nicht sicher, ob sie mir mit einer damaligen Flügelspannweite von ca. 70 Zentimetern auch noch so gut gefallen hätten.

Libellen – Minihelikopter Grüße aus dem Erdaltertum

Elefantenrunde

Larinus turbinatus Kratzdistelrüssler

Larinus turbinatus, Kratzdistelrüssler

Ein seltener “Fang”

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Erstaunlich, welche Vielfalt man bei einem Spaziergang mit offenen Augen/Objektiv so entdecken kann. Vielleicht hat ja jemand Lust, unsere Sammlung zu bereichern?

Schmetterlinge und andere Falter

Dorfgarten in Dötlingen

Dorfgarten in Dötlingen